| Das Verhindern des Üblen hat Vorrang vor dem Gebieten des Guten |
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Dies ist ein wichtiger Prinzip der Salaf und wird oft von den Leuten der Erneuerung ignoriert und bei Seite gelegt. Jeder Salafi sollte dieses Prinzip verstehen, lernen und umsetzen.
Ein einfaches Beispiel:
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Erstes Beispiel aus der Sunnah:
Es wurde berichtet von Aisha, radiallahu anha, dass der Prophet, sallallahu ‘alahyi wa sallam sagte:
Welchen Nutzen können wir aus diesem Hadith entziehen? Der Prophet, sallallahu 'alahyi wasallam, hatte auf das “Gute“, d.h. die Kaba zu zerstören und danach erneut auf die Grundlage Abrahams zu bauen, verzichtet, da er wusste, dass es zu schlimmere Konsequenzen führen könnte. Die Leute die neu zum Islam gekommen sind, hätten den Propheten als verrückt betitelt und würden das Gerücht verbreiten, dass Muhammad Gottes Haus zerstört hat! Somit würden Leute von dem Islam weglaufen und würden dadurch vom Islam abfallen und keine Interesse an dem Islam zeigen. Also wendete der Prophet, sallallahu 'alayhi wasallam, diesen Prinzip an: "Das Verhindern des Üblen hat Vorrang vor dem Gebieten des Guten"
Zweites Beispiel aus der Sunnah:
Der Prophet, sallallahu alayhi wasallam, kannte die Namen der Munafiqun (Heuchler). Würde es nicht besser für ihn gewesen, wenn er einfach alle getötet hätte, da sie eine Bedrohung gegenüber den Muslimen waren?
Und Allah, der Erhabene, sagt bezüglich die Munafiqun:
Also wieso hat der Gesandte Allahs, sallallahu 'alahyi wasallam, sie einfach nicht umgebracht obwohl er ihre Namen kannte? Und sie umzubringen ist etwas Gutes, da die Munafiqeen eine schlimmere Bedrohung für den Islam sind als die Kuffar. Der Grund dafür ist, dass der Kafir seinen Unglauben offenkundig predigt, wobei der Munafiq, der Heuchler, versucht sich in den Reihen der Muslime zu begeben und den Islam zu zerstören. Hätte man diese Leute getötet, so wäre der Schaden der daraus folgen würde, viel schlimmer, da die Leute gesagt hätten: „Muhammed bringt seine eigenen Gefährten um,“ und die Leute würden vor Angst den Islam verlassen. Auch hier hat Der Prophet, sallallahu alayhi wa sallam, durch seiner Weisheit den Prinzip: "Das Verhindern des Üblen hat Vorrang vor dem Gebieten des Guten" angewendet.
Einige Beispiele der Salaf as-Saalih:
Es wird auch oft in den Büchern der Salaf in Bezug auf ‘Aqidah ein anderes Beispiel genannt. Dieses Beispiel ist bezüglich den Führer, der seine Leute unterdrückt. Die Frage ist: Sollte man Bittgebete für ihn machen oder sein Schwert zücken? Die Hadithe sind zahlreich und eindeutig das wir angeordnet wurden Dua für den Führer zu machen und nicht gegen ihnen zu kämpfen solange sie Muslime sind. Es besteht kein Zweifel das es Gutes beinhaltet diesen Führer mit einem rechtschaffenden Führer zu ersetzen, jedoch laut diesen Prinzip ist dieses unerwünscht, d.h. gegen den Führer zu kämpfen (khurooj gegen den Führer), da der Schaden der dazu führt schwerwiegender in der Waagschale ist als etwas Gutes zu bewirken. Man siehe doch nur was in den muslimischen Ländern vor einiger Zeit passiert ist. Sie fiengen an zu demonstrieren, die Männer und Frauen fingen an sich zu vermischen, unschuldige Männer, Frauen und sogar Kinder wurden getötet. Leider ist das obengenannte Prinzip, ein wichtiges Prinzip, die die Takfiris und die Kharijis nicht verstanden haben, geschweige denn kennen. So gibt es einige Leute wie Usama al-Qusi (möge Allah in rechtleiten) die behaupten das „friedliche Demonstrationen“ ohne Waffen erlaubt sind. Diese Worte wurden zu Shaykh Salih al-Fawzan vorgelesen worauf er antwortete: „Dies ist Falschheit“.
Wir dürfen auch nicht die Fitnah während der Zeit der Sahaba vergessen. Einige Sahaba gingen zu Anas bin Malik, radi Allahu anhu, um nach seinen Rat zu fragen in Bezug auf Yusuf bin Hajjaj, da er die Sahaba schlachtete und unterdrückte. Anas bin Malik, radiallahu anhu, antwortete: „Seit geduldig bis ihr euren Herrn trifft, denn euch wird keine Zeit befallen außer das die Zeit danach schlimmer ist“. Hat Anas bin Malik dazu aufgerufen gegen den Führer zu kämpfen? Nein! Er setzte den selben Prinzip um: „Den Schaden zu entfernen hat Vorrang auf etwas Gutes zu bewirken“. Es wird auch in anderen Hadithen erwähnt: „Sogar wenn sie (die Führer) eure Vermögen wegnehmen, euren Rücken peitschen so kämpft nicht gegen sie.“ Er gab ihnen Geduld als Heilung anders als die irregeleitete Ikhwan ul-Muslimeen, deren Heilung für sowelche Fitan nicht auf Quran und Sunnah beruht, jedoch vielmehr auf ihren Intellekt.
Auch sagen diese Takfiriyun (al-Muhajiron, Hizb ut-Tahrir usw.): "Der König von Saudi Arabien schüttelt die Hände einer Frau, also müssen wir gegen ihn rebellieren.“ Es gibt kein Zweifel, dass das Hände schütteln mit einer Frau, die keine Mahram ist, haram ist, jedoch müssen wir diesen Prinzip verinnerlichen und auf die Waagschaue legen: Was ist schwerwiegender? Das ein König einer Frau die Hände schüttelt oder dass die Leute nun, infolgedessen, gegen diesen Führer rebellieren, ihn sogar umbringen und unschuldige Muslime dabei getötet werden? Dies ist nicht der Manhaj der Ahlus-Sunnah wal Jama'ah, da sie kein Takfir auf diejengen machen die große Sünden begehen, weder rebellieren sie gegen die Herrscher aus Gründen die schon bereits erwähnt wurden. Also, das Verhindern des Üblen hat Vorrang vor dem Gebieten des Guten.
Notizen aus dem Buch: "Kun Salafiyyan 'ala al-Jaadah" von Shaykh Abdus-Salam Suhaymi, vorgetragen von Abu Mu'adh Taqwim ibn Aslam. |
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